Im März 1989 stand in Buchloe die schnellste Serienlimousine der Welt: der Alpina B10 Bi-Turbo, aufgebaut auf dem 5er der Baureihe E34. 291 km/h Spitze, 5,6 Sekunden auf 100 — Werte, mit denen man damals Supersportwagen ärgerte, verpackt in eine Limousine mit vier Türen und feinem Understatement.
Zwei Lader für den großen Sechszylinder
Basis war BMWs Dreieinhalbliter-Reihensechszylinder M30, dem Alpina zwei wassergekühlte Garrett-T25-Turbolader zur Seite stellte. Das Ergebnis: 360 PS bei 6.000/min und 520 Nm bei 4.000/min. Alpina war da längst kein Tuner mehr, sondern eingetragener Automobilhersteller — der B10 Bi-Turbo trug eine eigene Fahrgestellnummer aus Buchloe.
Doppelter M5-Preis, halber M5-Auftritt
146.800 D-Mark verlangte Alpina zum Start — fast das Doppelte eines M5 E34, der zeitgleich mit 315 PS antrat. Dafür bekam man das schnellere Auto und das leisere Auftreten. Road-and-Track-Legende Paul Frère brachte es auf den Satz: „For me this is the car … I think this is the best 4-door in the world.“
Die nüchternen Zahlen
| Alpina B10 Bi-Turbo | BMW M5 (E34, 3.6) | |
|---|---|---|
| Leistung | 360 PS bei 6.000/min | 315 PS bei 6.900/min |
| Drehmoment | 520 Nm | 360 Nm |
| Spitze | 291 km/h | 250 km/h (abgeregelt) |
| Stückzahl | 507 (1989–1994) | 12.254 (alle E34-M5) |
507 Exemplare entstanden bis 1994. Heute ist der B10 Bi-Turbo einer der gesuchtesten Alpina überhaupt — die ausführliche Modellgeschichte steht auf unserer Seite zum Alpina B10 Bi-Turbo.
Quellen: Wikipedia (EN): Alpina B10 Bi-Turbo (Leistung, Stückzahl, Preis, Frère-Zitat); Wikipedia (EN): BMW M5. Foto: nakhon100 (CC BY 2.0), Wikimedia Commons.






























