2018 aus zweiter Hand gekauft, 2022 abgegeben, knapp 50.000 Kilometer dazwischen — die meisten davon auf der Autobahn. Der schwarze 525i Touring gehörte Daniel, dem Gründer von s14.de. Vier Jahre lang war er das Auto, über das man nicht nachdenken musste.
Warum ausgerechnet der 525i
Mit der Modellüberarbeitung im Herbst 2000 tauschte BMW im E39 die Sechszylinder aus. Der 523i verschwand, der 525i kam — bei unverändert 2.494 cm³, aber mit dem M54B25 statt des M52TÜ und 192 statt 170 PS. Im Touring ist das die Motorisierung, die den Wagen am genauesten trifft: kräftig genug für ein beladenes Kombiheck, ohne den Unterhalt eines V8.
Was das Auto zeigt
Die Standlichtringe in Lichtleitertechnik und die serienmäßig runden Nebelscheinwerfer weisen den Wagen als Fahrzeug ab Herbst 2000 aus — anders geht es beim 525i auch nicht, den Namen gibt es in dieser Baureihe erst ab dem Facelift. Dazu Doppelspeichenräder, Einparksensoren im hinteren Stoßfänger, Schiebedach. Die Typbezeichnung auf der Heckklappe ist entfernt.

Innen
Schwarzes Leder vorn wie hinten, Fünfgang-Steptronic, in der Mittelkonsole der Hörer des Autotelefons. Letzterer ist das Detail, an dem sich das Baujahr am ehesten ablesen lässt: eine Ausstattung, die es heute in keinem Auto mehr gibt und die damals ein Statussymbol war.

Vier Jahre, 49.591 Kilometer
Als Daniel den Touring 2018 übernahm, standen 176.455 Kilometer auf der Uhr — zweite Hand, Scheckheft lückenlos. Bis zur Abgabe 2022 kamen 49.591 dazu, gut 12.000 im Jahr, und das ganz überwiegend auf der Langstrecke. Genau dafür ist dieses Auto gebaut: großer Sechszylinder, langer Radstand, ein Fahrwerk, das bei Richtgeschwindigkeit ruhiger wird statt nervöser.
Das Bemerkenswerte an diesen vier Jahren ist, was nicht passiert ist. Keine Auffälligkeiten, keine ungeplanten Werkstattaufenthalte, kein Rost an den Stellen, an denen der E39 dafür bekannt ist — hintere Radläufe, Schwellerenden, Heckklappe. Der Service wurde gemacht, wenn er fällig war, und mehr wollte das Auto nicht.
Das ist keine Glückssträhne, sondern das übliche Muster: Ein E39, der Strecke fährt und dessen Wartung stimmt, hält lange durch. Teuer werden diese Autos dort, wo sie kalt bewegt und auf Verdacht gepflegt werden.
226.046 Kilometer
Der Stand auf den Bildern. Beim M54 ist das keine auffällige Zahl. Der Motor gilt als haltbar; was altert, sitzt in der Peripherie — Kurbelgehäuseentlüftung, DISA-Ventil, Nockenwellen- und Kurbelwellensensoren, und vor allem das Kühlsystem, das nach Zeit altert und nicht nach Laufleistung. Worauf beim Kauf eines E39 zu achten ist, steht ausführlich in der Kaufberatung auf der Modellseite.

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Bildnachweise
- Eigenes Foto · MOTORSPORT24






























