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Airbox im Cabrio ein BMW M3 E46 mit Clubsport-Ansaugung und Powerdome-Haube

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Front-Seitenansicht des offenen BMW M3 E46 Cabrio vor einer weißen Halle

Eigenes Foto · MOTORSPORT24

Im ArchivBMW E46

Von vorn verrät ihn die Haube. Wo beim Serien-M3 die glatte Fläche mit den beiden Kiemen liegt, wölbt sich hier ein Powerdome, wie ihn BMW für den V8 zeichnete, den es im E46 nie gab. Darunter, links und rechts der Schürze, zwei Flaps in Sichtcarbon. Der Rest ist Zurückhaltung: dunkles Graumetallic, 19-Zoll-Räder in M-Doppelspeiche, das Verdeck offen.

Ein M3 E46 Cabrio, Erstzulassung 2003, SMG-Getriebe, zwei Vorbesitzer. Bei 119.760 Kilometern stand er 2019 für Fotos vor der Halle — ein Schönwetterauto mit einer Ausstattungsliste, die eher zu einem Clubsportwagen passt als zu einem Cabrio.

Was unter der Haube anders ist

Der Kern des Umbaus sitzt rechts neben dem Ventildeckel: eine Clubsport-Airbox aus Carbon, die den Serienluftfilterkasten ersetzt. Der S54 saugt damit über einen kürzeren, glatteren Weg an — das Prinzip, mit dem BMW Motorsport den CSL beatmete, hier als Nachrüstlösung. Nach Angabe des damaligen Anbieters leistet der Motor damit rund 361 PS (265 kW); ab Werk sind es 343 PS. Eine Sportabgasanlage mit vier Endrohren nimmt die andere Seite des Gaswechsels mit.

Bemerkenswerter als die Mehrleistung ist die Vorgeschichte des Motors: Bei 96.000 Kilometern wurden Motor und Getriebe getauscht. Wer den S54 kennt, weiß, warum das für einen Käufer eine gute Nachricht ist — die Pleuellagerschalen der frühen Baujahre sind das bekannteste Thema dieses Triebwerks, und ein Austauschmotor mit dokumentiertem Kilometerstand nimmt genau diese Sorge.

Über beidem spannt sich eine Aluminium-Domstrebe zwischen den Federbeindomen. Beim Cabrio, dem die Dachstruktur als Versteifung fehlt, ist sie kein Zierrat.

Haube, Carbon, Innenraum

Die Leichtbau-Motorhaube mit V8-Powerdome ist das auffälligste Teil am Wagen — und das einzige, das die Silhouette verändert. Sie spart Gewicht an der Vorderachse und schafft Luft über dem Motor; der Dome selbst ist beim Sechszylinder Optik, keine Notwendigkeit.

Carbon zieht sich als Motiv durch das Auto, ohne laut zu werden: Spiegelkappen, die Flaps an der Frontschürze, innen die Interieurleisten am Armaturenbrett und die Speichenblenden des M-Lenkrads. Dazu schwarzes Leder, Navigationssystem, SMG-Schaltwippen am Lenkrad. Ein Innenraum, der zeigt, dass hier jemand Details gesucht hat, nicht Auftritt.

Einordnung

Das E46 M3 Cabrio gehört zu den Fahrzeugen, die lange im Schatten des Coupés standen — schwerer, weicher, und ohne den CSL als Leuchtturm. Genau das macht Exemplare wie dieses interessant: Wer die Zutaten des Clubsports ins Cabrio holt, bekommt den S54 in seiner freiesten Form zu hören, mit offenem Verdeck. Der Umbau bleibt reversibel, die Substanz ist mit Austauschmotor, zwei Vorbesitzern und Garagenhaltung besser dokumentiert als bei den meisten Coupés aus dieser Zeit.

Die Fotos entstanden 2019 bei MOTORSPORT24 in Berlin, wo der Wagen damals angeboten wurde. Der Text beschreibt den Zustand von damals.

Die Daten

  • Fahrzeug: BMW M3 E46 Cabrio, SMG, Erstzulassung 2003
  • Laufleistung: 119.760 km (Stand 2019), Motor und Getriebe bei 96.000 km getauscht
  • Motor: S54, Clubsport-Airbox aus Carbon, Sportabgasanlage — rund 361 PS (265 kW) nach Anbieterangabe, Serie 343 PS
  • Karosserie: Leichtbau-Motorhaube mit V8-Powerdome, Carbon-Flaps vorn, Carbon-Spiegelkappen, Aluminium-Domstrebe
  • Innenraum: schwarzes Leder, Carbon-Interieurleisten, M-Lenkrad mit SMG-Schaltwippen, Navigation
  • Historie: zwei Vorbesitzer, Garagen- und Schönwetterfahrzeug, ohne Wartungsstau

Bildnachweise

  • Eigenes Foto · MOTORSPORT24